27.03.2021, 21:02   #1
PSEUDO - HDR---wie man eine Belichtungsreihe erstellt, ohne eine Belichtungsreihe aufgenommen zu haben.
Hier wir in Kürze beschrieben, wie man sich eine Belichtungsreihe ersellt, ohne eine Belichtungsreihe zu haben.
28.03.2021, 20:55   #2
Das fertige Bild ( das in den Video war völlig unbearbeitet ) findet Ihr hier https://www.photoclub.io/fotos/foto?p=22156 . Das Freistellen von Objekten mit diversen Plugins werde ich auch noch behandeln, ebenso das Arbeiten mit Texturen und auch, wie wichtig der Bildschnitt für den Ausdruck eines Bildes ist....Gerne können sich andere Mitglieder beteiligen, es wird schon darüber nachgedacht extra dafür was eigenes zu schaffen......was eigenes für uns....
06.04.2021, 11:23   #3

Hobbyfotograf

Die Erzeugung einer Pseudo-Belichtungsreihe hast Du nachvollziehbar beschrieben. Es fehlt dann allerdings der Schritt, der aus der Reihe ein HDR-Bild macht - und der ist für das Endergebnis entscheidend. Dabei werden die einzelnen Bilder so gemischt, dass aus den jeweiligen Einzelfotos der jeweils "richtig" belichtete Teil entnommen und mit den "richtig" belichteten Teilen aus den anderen Einzelfotos kombiniert wird. Je nach verwendeter Software hat man über diesen Prozess überhaupt keine Kontrolle oder man kann die einzelnen Parameter einstellen und dann wäre es schön zu wissen, wie du die bei dem o.g. Bild eingestellt hast.
Abgesehen davon entstehen durch Deine Pseudo-Belichtungsreihe (im Gegensatz zu einer echten Belichtungsreihe) keine zusätzlichen Informationen. Du kannst nur die Informationen auswerten, die in der Aufnahme vorhanden sind. Ist ein Bildteil zugelaufen oder ausgebrannt, bleibt das auch bei der Pseudo-Reihe so. Deshalb kann man auch auf den ganzen Aufwand verzichten und einfach die (Höhen-, Tiefen- und Kontrast- ) regler bei der Aufnahme bewegen. das Ergebnis ist das gleiche (man hat ja wie gesagt nur die Informationen aus dieser einen Aufnahme) und man behält die völlige Kontrolle.
Zu diesen Anmerkungen passen die Ausführungen aus dem Beitrag "HDR - oder lieber nicht" . Ich spare mir hier die Wiederholung.
06.04.2021, 12:23   #4
Das ist vollkommen richtig, ich habe, wie die Überschrift schon sagt, nur die PSEUDO-BELICHTUNGSREIHE beschrieben. Die Bearbeitung zu einem HDR kommt in einen anderen Video, allerdings gibt es ein Vielzahl von Software, die meiner Ansicht nach zu KÜNSTLICHE Bilder erschaffen. Somit ist es schwierig es nachzuvollziehen. Ist ein Bild überstrahlt bzw. zu dunkel, dann nützt das HDR allerdings auch nix mehr. Aus einen schlechten Bild kann man kein gutes zaubern 🙂....... Allerding,Zitat deinerseits: "Deshalb kann man auch auf den ganzen Aufwand verzichten und einfach die (Höhen-, Tiefen- und Kontrast- ) regler bei der Aufnahme bewegen." Wenn du das so meinst, ist das OK, denn ich habe niemals behauptet, dass man es machen muss, nur ist meine persönliche Auffassung wie auch Erfahrung eine ganz andere, somit wiederspreche ich dir. Denn es kommt immer darauf an, wie man ein HDR anwendet. Den Treat von dir habe ich schon vor einiger Zeit gelesen, und teile die Auffassung in keinster Weise.
Gruss Helmut
06.04.2021, 16:23   #5

Hobbyfotograf

Ich akzeptiere völlig was Du schreibst - und bin auf das nächste Video gespannt. In einem Punkt fühle ich mich aber missverstanden (hätte ich vielleicht klarer beschreiben sollen): Statt eines HDR aus einer Pseudo-Belichtungsreihe zu erstellen kann man auch einfach die Regler bewegen und erhält ein völlig identisches Ergebnis! Der Weg ist anders, aber das Ergebnis ist absolut gleich, weil man in beiden Fällen die genau gleichen Bilddaten als Ausgangsbasis hat. Soweit die Fakten und jetzt die individuelle Bewertung: Ich ziehe die Regler vor, weil ich dann mehr Kontrolle über das Ergebnis habe. Aber das macht mehr Arbeit und ist dann tatsächlich Geschmacksache.
06.04.2021, 16:32   #6
und meine Antwort ist NEIN, durch die richtige Anwendung eines Pseudo - HDR bekommt man ein ganz anderes Ergebnis, aber nicht bei jedem Bild ist es sinnvoll..bei dem im Video beschriebenen schon..natürlich ist es abhängig von den jeweiligen Bild, auch welches Programm man verwendet ...... es kommt eben darauf an, wie man es anwendet. Wäre es so, wie du sagst, dann könnte ich mir die Arbeit sparen.....allerdings weiss ich ganz genau, bei welchen Bild ich diese Technik anwenden darf und bei welchen nicht.........und das mache ich schon viele Jahre, habe also BEWEISE ohne Ende.....so wie du sagst, ist es ganz bestimmt nicht, sorry......Liebe Grüsse Helmut
06.04.2021, 16:56   #7

Hobbyfotograf

Mal ganz ohne Bildbewertung, Sinnhaftigkeit und persönliche Vorlieben. Nur reine Fakten und mathematische Modelle:
Ein digitales Foto besteht aus reinen Daten. Mit Bildverarbeitungsprogrammen kann man diese Daten verändern. Das kann man manuell tun oder durch einen Algorithmus machen lassen. Beispiel: Man kann jeden einzelnen Bildpunkt adressieren und seine Helligkeit verändern, man kann alternativ den Kontrastregler schieben, man kann wiederum alternativ auf die Taste "Autokontrast" drücken. In allen drei Fällen kann man das absolut gleiche Ergebnis erreichen. Dabei hat man die maximale Arbeit und die maximale Kontrolle, wenn man jeden Bildpunkt einzeln verändert und weiter nichts zu tun, wenn man auf Automatik drückt. Soweit müssten wir uns einig sein.
Bei einem Pseudo-HDR werden die Bildpunkte eines Fotos in zwei Phasen verarbeitet: Zunächst wird eine Pseudo-Belichtungsreihe erstellt, danach ein HDR-Bild aus dieser Reihe. Da aber nur die Daten eines einzelnen Bildes zur Verfügung stehen, kann ich diese Daten auch in einem einzelnen Bearbeitungsschritt verändern. Das Ergebnis ist gleich! Beispiel: Der Helligkeitswert eines Bildpunktes steht auf 50. In der Zweischritt-Bearbeitung erzeuge ich daraus eine Pseudobelichtungsreihe von bspl. 20, 30, 40, 50, 60, die der HDR-Algorithmus dann unter Berücksichtigung der Umgebungspunkte bspl. auf 43 festsetzt. Mit dem Helligkeitsregler kann ich die Änderung von 50 auf 43 auch unmittelbar erzeugen. 
Bei einer ECHTEN Belichtungsreihe wird dagegen der Dynamikumfang eines Bildes dadurch vergrößert, dass ich Fotos mit unterschiedlichen Belichtungen anfertige. Wenn auf einem Foto mit bspl. langer Belichtungszeit ein Bildpunkt ausgefressen ist, dann ist dieser Punkt bei einem Foto mit kurzer Belichtungszeit dieser Punkt noch durchgezeichnet. Füge ich so eine Belichtungsreihe mit einem HDR zusammen, dann ist der Abstand zwischen ganz dunkel und ganz hell größer, als bei einem einzelnen Foto. Diesen Effekt habe ich bei einer Pseudo-Belichtungsreihe aber eben nicht.
Und sorry: Bei physikalischen Gesetzen ist auch ein gelungenes Foto und/oder ein gelungenes HDR-Foto kein Gegenbeweis. Bei Fotos liegt die Kraft in der Gestaltung, nicht in der Berechnung der Bildpunkte. Und Deine Fotos habe ich nicht und will ich nicht kritisieren.
06.04.2021, 17:06   #8
@Holger Förster

wir sind uns nicht einig.....Automatiken gibt es ( Ausnahme Autofocus ) für mich nicht, egal ob beim fotografieren oder bei der BEA.
Desweiteren kommst du mit theoretischen Gedöns, was mich herzlich wenig interessiert, denn für mich ist AUSSCHLIESSLICH die praktische Anwendung entscheidend.
Da dir, bei allen Respekt, die praktische Erfahrung fehlt, und du dich ausshliesslich auf theoretischen Grundsätzen berufst, kommen wir da nicht weiter, da wir unterschiedliche Sprachen sprechen. Ich muss dabei an folgenden Satz denken: "Alle haben gesagt, das geht nicht, ausser Helmut, der wusste es nicht und hat es dann getan... :-)" ..... und wie gesagt, ich erbringe den Beweis, ich bin nun mal der PRAKTIKER.... 🙂

 

06.04.2021, 17:16   #9
Letzendlich sagst du nichts anderes als, das es Quatsch ist, was ich da zum besten gebe. Du behauptest, dass es auch ganz normal in der RAW Bearbeitung funkioniert und die Ergebnisse identisch mit dem eines Pseudo-HDR sind. Lassen wir es gut sein, denn: Ich entwickele mich nach wie vor weiter und probiere und teste, immer und immer wieder. Ich kenne keinen einzigen Fotografen ( und ich kenne sehr sehr viele ) die meinen Workflow entsprechen..... viele viele Diskussionen....das geht nicht, das bringt nix bla bla bla.....anstatt auf das Resultat zu schauen, nein, es muss immer der vorgegebene Weg sein...........der Weg ist das Ziel, und das Ziel, welches in meinen Kopf schon vorher festgelegt ist, werde ich erreichen....wenn die anderen die Umwege gehen, kein Problem.... :-) 
07.04.2021, 12:18   #10
Uuiiieeh....
Ich weiß gar nicht, warum ihr euch so "fetzt". Jeder hat seine Ansicht und jeder geht seinen Weg und so soll es doch auch sein. Wir wollen doch wissen wie es "der Andere" macht, wie ER zu seinem
Ergebnis kommt. Und wenn der einen anderen Weg geht als "ich", dann tut er das und dann muss es doch auch gut sein. Bekehren muss der Pastor in der Kirche; das hat er gelernt. 
Als ich Anfang 2006 das Analoge beiseite gelegt hatte und anfing digital zu fotografieren, war das in maroden Liegenschaften rund um Berlin, mit schwierigen Lichtverhältnissen. Da war das HDR die
Wahl der Stunde und ich habe fleißig Belichtungsreihen gemacht (immer manuell eingestellt). Aber ich habe immer versucht, das Ganze nicht zu extrem darzustellen und habe im Endeffekt immer eine
Software dazu genommen. Ganz klar habe ich auch manchmal die Belichtungsreihe vergessen, oder dies aus Versehen in RAW gemacht. Dann habe ich eben aus einem RAW-Foto eine "manuelle Belichtungsreihe" gefertigt,
ähnlich wie die von Helmut. Und das Ergebnis war auch gut (in den meisten Fällen 😉 ). Es führen also, wie man ja weiß, viele Wege nach Rom. Und mag man nicht zusammen gehen, ist für jeden auch ein anderer Weg frei.
Genauso ist es mit dem Geraderücken von Objekten. Früher habe ich das manuell gemacht und mich dabei an das Gitternetz von Photoshop gehalten. Seit kurzer Zeit mache ich es wie Holger im RAW-Filter mit
der Option "Geometrie". Das ist mein Weg den ich gehe; deshalb ist aber der von Helmut gezeigte nicht schlechter oder besser, nur eben anders. Im Endeffekt ist auch hier nicht der Weg entscheidend, sondern das Ergebnis.
Meine ich jedenfalls. So; jetzt ganz lieb die Hände reichen... 🙂
Gruß aus Berlin, Matthias 
07.04.2021, 15:48   #11
@Matthias Polakowski
Tja, Praxis und Theorie gehen nun mal OFTMALS weit auseinander...... so auch hier. Aber dieses Übel wird in vielen Bereichen angewendet, Schule, Studium etc. Man lernt viele viele viele Dinge, die sich theoretisch toll anhören und in der Praxis nun mal nicht so anwendbar sind ...... Meinen Azubis habe ich immer gesagt: Lernt das was in der Schule kommt, diskutiert nicht über den Mist, den die Berufsschllehrer verzapfen, sondern speichert den Unsinn bis zu Prüfung ab und vergesst es dann wieder...das meiste Zeug was ihr lernt ist UNSINN.....ca. 6% davon könnt ihr dann für euer späteres Leben gebrauchen...... Wie eben erwähnt, das Resultat ist entscheidend, nicht der Weg..... 🙂

 

07.04.2021, 18:48   #12

Hobbyfotograf

Ich wollte eigentlich die Klappe halten, aber nun doch noch mal:
Ich habe keine Fotos bewertet, weder gut noch schlecht noch sonst irgendwie. 
Ich habe keinen Weg als absolut richtig beschrieben und auch keinen Weg als absolut falsch.
Ich habe mich nicht generell gegen HDR ausgesprochen.
Ich habe weiterhin nichts dagegen, wenn jeder seine Fotos so generiert, wie er es für richtig hält.
Ich habe nur mehrfach und vermutlich viel zu ausführlich dargestellt, dass man durch eine Pseudo-Belichtungsreihe bzw. durch ein Pseudo-HDR keine neuen Informationen erhält und deshalb ein identisches Ergebnis durch verschieben der Regler bei einem einzelnen RAW-Foto erreichen kann - theoretisch und praktisch. KANN man machen, MUSS man nicht! Aber weil dieser Weg für mich nun mal leichter und schneller geht, wollte ich in diesem Forum "Tips und Tricks" wenigstens mal darauf hinweisen. Nach Streit war mir dabei nicht zumute.
Und jetzt kommentiert was und wie ihr wollt - das war mein letzter Beitrag zu diesem Thema.

Ps.: "nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie", Kurt Lewin (1890 - 1947)
07.04.2021, 20:01   #13

Hobbyfotograf

Sorry, aber als Streit empfindet es nur derjenige, welcher sich zu Unrecht fühlt.

Es besteht einfach ein Unterschied zwischen verschieben von Reglern und dem Aufwand von Pseudo Belichtungsreihen.
Es gibt auch einen Unterschied zwischen einem Farbregler einfach erhöhen oder eine Farbebene erstellen und diese zu verwenden.
Beim genauen Betrachten ist der Unterschied ersichtlich.

Fest steht, eine Pseudo Belichtungsreihe oder ein verschieben von Reglern kann keine korrekte HDR Aufnahme ersetzen, da hier Originalinformationen von verschiedenen Aufnahmen ineinander verbunden werden.
07.04.2021, 20:48   #14
@Klaus Betke

Das ist völlig ausser Frage, aber von einer echten Belichtungsreihe ist nun mal keine Rede......Desweiteren ist eine Kamera immer so gut, wie die Person, die sie bedient....bei Software ist es ebenso..... 🙂 .... Wir dürfen dabei nicht vergessen: Bei einer ECHTEN Belichtungsreihe braucht man ein bischen mehr Gedöns als nur die Kamera plus Objektiv...... Beispiel: Auftrag Personalschooting......plötzlich meint der Auftraggeber das man mal "EBEN" auch die Innereinrichtung des Ladenlokals abfotografiert werden muss, sollte, könnte....... Stativ und weitere Beleuchtungquellen sind nicht vorhanden.....nix mit Belichtungsreihe geschweige denn Langzeitbelichtung......ALSO...... ????? Da bleibt nur noch das Pseudo....... ( die Argumentation des TIROs Schiebregler des RAW-Konverter wird elendig versagen und die Bilder werden alles, aber nicht professionell)........ natürlich trifft man da auch seine Grenzen und nicht jedes Foto ist geeignet ).... aber insgesamt ist es anwendbar, und ich fotografiere so, dass es auch anwendbar ist und wird, denn : Das Wissen ist die Gesamtheit aller Fehler...... die Theorie macht einen nur belesen, nicht mehr und nicht weniger, aber keinesfalls schlauer, denn der Beweis muss erbracht werden...kann die Theorie den Beweis, wie so oft, nicht bringen , ist sie unglaubwürdig............ 🙂

Nun denn, es exestiert ein Post von Holger https://www.photoclub.io/forum/ebv-digiart-print/hdr-oder-lieber-nicht_128 , wo man unschwer erkennen kann, dass dieser kein Freund des HDR Image ist. Er verwendet, ich zitiere: "bei denen eine Verfremdung der Wahrnehmung erwünscht ist" .... heisst also, er steht insgesamt der HDR Technik nicht unbeding positiv gegenüber, sieht es eher als Joke.

Nun denn, ich finde die meisten HDR - Bilder, die durch diese Überfremdungs - Technik mein Auge maltretieren, sehr oft (sorry) Ätzend.... meist lege ich grossen Wert darauf, das man eben NICHT sieht, dass es ein HDR ist..... 🙂 Für ein gutes HDR braucht man auch die entsprechende Software.....da ist schon der erste Knackpunkt.....ich habe einige an Programmen durch...und die für mich besten Ergebnisse liefert mit ganz grossen Abstand "AURORA HDR von Skylum"....man kann auch dort verfremden bis der Arzt kommt, aber wenn man keines der Automtiken klickt, dann kann man mit diesem Programm WUNDERBAR natürlich geile in die Tiefe gehende, superscharfe, rauschfreie HDRs krieren, Erfahrung ist natürlich Grundvorraussetzung........ die Nummer zwei der HDR - Software ist für mich NIK HDR Effect........ danach kommt gar nix mehr ( alle Programme habe ich nicht getestet, aber die gängigen, wie HDR Project pro. etc)